
Projektvorstellung: DPDH
01 | 09 | 25
Heute möchte ich in diesem Beitrag mein aktuelles Projekt vorstellen, an dem ich nun seit ca. einem Jahr, aber eigentlich schon seit elf Jahren arbeite. Klingt erst mal wild, aber der Werdegang dieses Buches war nicht immer ganz einfach und dank meinem Perfektionismus wusste ich, es muss einfach richtig sein -- und bis es das war, bis diese Geschichte endlich zu dem wurde, was sie sein sollte, hat es ein paar Jährchen gedauert.
Worum es geht
Erst einmal aber das Gröbste, was ich an Infos geben kann, ohne zu viel zu verraten.
DPDH (so der verkürzte Arbeitstitel) ist eine New Adult High-Fantasy Trilogie, in der es um eine junge Frau geht, die in der modernen Welt lebt, bis sie neunzehn Jahre alt ist. Ihr Leben lang hatte sie Träume von einer anderen, magischen Welt, in der sie ein völlig anderes Leben geführt hat; ein Leben, in dem sie keine gewöhnliche junge Frau, sondern die Kronprinzessin eines ganzen Landes ist. Nacht für Nacht wurde sie zu dieser anderen Version von sich selbst -- bis die Träume auf einmal abrupt enden und durch etwas Düstereres ersetzt werden. Schatten sind es nun, die sie in der Nacht heimsuchen... und die mysteriöse, Körperlose Stimme eines Fremden, der behauptet, sie zu kennen. Sie kann sich jedoch aus ihren Träumen nicht an ihn erinnern und die plötzliche Veränderung macht ihr solch eine Angst, dass sie sich aus ihrem Leben völlig zurückzieht. Bis sie dann eines Tages von einem weißen Pferd in die Welt ihrer Träume transportiert wird. Vorerst versucht sie noch sich davon zu überzeugen, dass sie noch immer träumt -- aber mit der Zeit muss sie voller Entsetzen feststellen, dass es eben nicht nur Träume waren und, dass sie sich nun wirklich an diesem magischen Ort befindet. Doch die Welt, auf die sie trifft ist anders als die aus ihren Träumen -- viel hat sich in der vermeintlichen Zwischenzeit geändert. Eine Dunkelheit ist über das Land hereingefallen... und alleine sie soll sie abwenden und diese Welt retten können; denn es gibt eine Jahrtausende alte Prophezeiung, in der sie eine wichtige Rolle spielen soll. Während sie all dies versucht zu begreifen, muss sie gleichzeitig diese vertraute und doch so fremde Welt navigieren und herausfinden, wem sie dort trauen kann... und wem nicht. Denn der Fremde aus ihren Träumen trägt dieselbe Dunkelheit mit sich -- und kommt ihr scheinbar immer näher.
So beginnt ihr Kampf gegen die Dunkelheit aus der Welt um sie herum -- und die in sich selbst.
Die Idee
Als ich das erste Mal die Idee für diese Geschichte hatte, war ich ca. zwölf Jahre alt. Es war der Moment, wo die Protagonistin mithilfe des weißen Pferdes in ihre Traumwelt transportiert wird, der mir zuerst in den Sinn kam, als ich mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Schule war. Es war windig und ich habe das Gefühl mit dem des Reitens verglichen, was ich damals noch regelmäßig gemacht habe. Dann hatte ich dieses Bild im Kopf -- wie die Welt um einen verschwindet, während man auf dem Rücken dieses Pferdes sitzt. Von da aus ist der Rest entstanden, drei ganze Bücher von diesem einzelnen Moment. Danach habe ich die Freiarbeit im fortgeschrittenen Englisch-Kurs genutzt, um meinen Collegeblock mit dem ersten Brainstorming zur Geschichte zu füllen -- mit der Hilfe einer Freundin, die von Anfang an von der Idee begeistert war und nun immer noch auf den Moment hinaus fiebert, wo das Buch endlich fertig und zu lesen ist (wenn du das liest... ich weiß nicht, ob ich je über die Idee hinausgekommen wäre, wenn du damals in dieser Schulstunde nicht mit mir gebrainstormed hättest, also danke dafür <3).
Der Schreibprozess
Nachdem ich die Idee damals zuerst begonnen hatte zu entwickeln, war der Schreibprozess jedoch ein müßiger und im Laufe der Jahre hat die Geschichte sich oft um einiges verändert. Was aber immer gleich geblieben ist, ist das Ende, das ich glaube ich schon unter diesen ersten Notizen aufgeschrieben habe. Ich wusste damals zwar noch nicht, worum es überhaupt gehen soll, was die Message, die übergreifende Thematik der Geschichte sein soll, was auf dem Weg dorthin passieren und wie es bis zu dem Punkt kommen soll, aber ich wusste, dass die Geschichte nur auf diese Weise ändern kann; und das hat sich bis heute nicht geändert. Es fühlt sich einfach wie das einzig richtige Ende an. Natürlich wird sich im Überarbeitungs- und Lektoratsprozess vermutlich noch ein wenig was am Manuskript ändern, aber gewisse Dinge, wie das Ende eben, sind einfach essentiell für die Geschichte; hauptsächlich die Punkte, die schon von Anfang an bestehen geblieben sind.
Trotzdem ist die Geschichte, wie gesagt, nicht annähernd das, was sie einmal war. Denn ich habe damals zwar auch damit begonnen, sie zu schreiben, bin aber nur bis knapp zur Hälfte gekommen... und habe dann jahrelang nicht weitergeschrieben. Das lag an Dingen in meinem Leben, die einfach dazwischengekommen sind und meinen kreativen Prozess gestoppt haben, aber auch daran, dass ich einfach noch nicht genau wusste, was die Geschichte eigentlich ist und, wohin sie führt; worum es wirklich geht. Dadurch bin ich einfach nach den ersten Kapiteln gegen eine Mauer gestoßen, über die ich einfach nicht hinausgekommen bin. Mit ungefähr sechzehn habe ich mich dann erneut an das Projekt gesetzt und die ersten zwölf Kapitel, die ich bereits hatte komplett neu geschrieben und endlich fortgesetzt. Nach dem ersten Buch habe ich dann direkt das zweite geschrieben und dann das dritte -- drei Jahre lang, bis mit achtzehn dann der erste Entwurf aller drei Bücher fertig war.
Danach habe ich die Reihe dann ein paar Jahre lang ruhen lassen und in der Zeit an anderen Projekten gearbeitet. Bis ich letztes Jahr beschlossen habe, dass ich nun endlich mal den Veröffentlichungsprozess angehen möchte -- aber mit welchem Buch? Die Antwort war für mich eigentlich klar, denn DPDH war das erste eigene Buch, was ich je geschrieben habe und es fühlt sich einfach richtig an, dass es das erste ist, was (hoffentlich) veröffentlicht wird. Also habe ich vor über einem Jahr damit begonnen, das Ganze neu aufzuziehen, zu überarbeiten und auch komplett neu zu schreiben, da sich mein Schreibstil natürlich seit damals (zum Glück) um einiges verändert und vor allem verbessert hat. Geschrieben habe ich das erste Buch dann vom Sommer genau bis Weihnachten; wortwörtlich, denn ich habe am Heiligabend die letzten Zeilen vom Epilog geschrieben. Danach habe ich erst einmal eine kleine Pause eingelegt und die Geschichte nicht mehr angerührt, wie ich es immer mache, bis ich nach zwei bis drei Monaten wieder ein wenig mehr Distanz dazu gewonnen und damit begonnen habe, es zu überarbeiten. Anschließend habe ich dann im Frühjahr damit begonnen, das zweite Buch neu zu plotten -- und bin inzwischen nun beim dritten angekommen und auch schon zu zwei Dritteln fertig. Wenn der Plot komplett fertig ist, werde ich mithilfe der Notizen meiner besten Freundin, die das erste Buch gerade noch Korrektur liest (vielen Dank dafür, ich weiß deinen Einsatz zu schätzen, so sehr du lesen auch hasst <3) das Ganze noch einmal überarbeiten. Und dann... ja, dann werde ich wohl das Exposé schreiben und das Ganze an Agenturen schicken; und hoffen, dass etwas dabei rumkommt. Während dem Bewerbungsprozess werde ich dann anfangen, das zweite Buch zu schreiben. Es juckt mich auch schon in den Fingern, da ich glaube ich selten so lange nicht aktiv etwas am Schreiben war und ich momentan einfach unglaublichen Spaß daran habe, mich wieder so in dieser Welt zu vertiefen.
Ohne aber zu sehr anzugeben, habe ich ein gutes Gefühl bei der Sache. Ich arbeite nun schon so lange an dieser Reihe, dass es einfach gut sein muss -- und vor allem, dass auch eine Menge an Herzblut und Seele darin steckt. Das Ganze ist ein richtiges Herzensprojekt für mich, nicht nur, weil es eben mein erstes originelles Buch war, sondern vor allem auch, weil so viel von mir darin steckt -- schlichtweg dadurch, dass es mich über Jahre und Jahre durch mein Leben begleitet hat, egal, was war. Ich glaube, das hat die Geschichte auch ein ganzes Stück geformt und ich denke nicht, dass sie auch nur einen Moment früher hätte fertig werden können. Es hat diese Jahre gebraucht, damit sie zu dem werden konnte, was sie sein sollte. Und nun, da ich fast mit dem Plot vom dritten Buch fertig bin, habe ich auch tatsächlich das Gefühl, dass es endlich rund ist.
Die Themen
Zusammenfassend kann ich also sagen: DPDH ist eine Geschichte rund um den Kampf und das sich ewig verändernde Gleichgewicht zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkel, deren Dualität und allem was dazwischen liegt, denn die Welt ist selten schwarz oder weiß. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, über Liebe, über Loyalität, Kampfgeist, Hoffnung, Selbstentwicklung und Mut, die zum Teil sehr düster werden kann und vermutlich ein paar Triggerwarnungen am Anfang enthalten wird, da sie sich vor allem viel mit inneren Prozessen wie Trauer, Trauma, Ängste und ähnlichem auseinandersetzt. Es ist keine leichte Geschichte und für einiges muss man vermutlich ein wenig zwischen den Zeilen lesen, aber am Ende ist es hoffentlich vor allem ein fantastisches Abenteuer, auf das ich euch entführen darf.
Wann es endlich an der Zeit dafür ist, werdet ihr hier und auf meinem Instagram (folgt mir gerne, Link am Seitenende) als erste erfahren. Vermutlich wird es noch ein kleines Weilchen dauern, aber ich verspreche, dass es das am Ende wert sein wird. Ich freue mich auf jeden Fall auf jeden, den ich zwischen den Seiten wiedersehen darf.
Hier halte ich euch überall auf dem Laufenden.